Was ist die Norm für die elektronische Montage?
I. Materielle Normen
- Kohärenz und Konformität: Alle verwendeten Komponenten, Konstruktionsteile und Hilfsstoffe müssen vollständig mit den in den Konstruktionszeichnungen und Stücklisten angegebenen Modellen, Spezifikationen, Parametern, Marken und Verpackungen übereinstimmen.
- Erscheinungsbild Qualität: Die Materialien selbst sollten keine offensichtlichen physischen Schäden aufweisen, wie z. B. verbogene oder oxidierte Stifte an Bauteilen, Risse, Kratzer oder Verunreinigungen an Leiterplatten sowie Grate, Verformungen oder Farbunterschiede an Bauteilen.
- Rückverfolgbarkeit: Kritische Materialien sollten rückverfolgbar sein, mit klaren Chargeninformationen und Lieferantenangaben, um die Rückverfolgung und Analyse von Qualitätsproblemen zu erleichtern.
II. Normen für den Montageprozess
- Einbau der Komponenten: Die Komponenten sollten in der angegebenen Richtung und Polarität installiert werden, ohne dass sie wesentlich falsch ausgerichtet, gekippt oder invertiert sind. Die Gehäuse der Bauteile sollten keine Beschädigungen, Risse, Verbrennungen oder Verfärbungen aufweisen. Die Einbauhöhe sollte den angegebenen Anforderungen entsprechen, und Bauteile gleicher Spezifikation sollten auf ungefähr gleicher Höhe eingebaut werden.
- Qualität beim Löten:
- Manuelles Löten: Die Temperatur des Lötkolbens sollte auf den Bauteiltyp abgestimmt sein. Die Lötzeit sollte innerhalb von 2-3 Sekunden kontrolliert werden, um ein Ablösen der Leiterplattenpads zu verhindern. Die Lötstellen sollten die Form eines "Halbmondes" haben und frei von kalten Lötstellen, Lötbrücken und angehobenen Kupferfolien sein.
- Wellenlöten: Die Flussmittel-Sprühmenge (in der Regel 0,8-1,2 ml/cm²), die Vorwärmtemperatur (90℃-110℃) und die Lötzeit (3-5 Sekunden) sollten optimiert werden, um vollständige und brückenfreie Lötstellen zu gewährleisten. Beim bleifreien Löten (z. B. SAC305-Legierung) sollte aufgrund des höheren Schmelzpunkts (ca. 217℃) das Temperaturprofil angepasst und die Vorwärmzeit verlängert werden, um die thermische Belastung zu verringern und gleichzeitig die RoHS-Umweltanforderungen zu erfüllen.
- Reflow-Löten: Das Temperaturprofil sollte entsprechend dem Lötpastentyp eingestellt werden (z. B. für Sn63/Pb37-Lötpaste beträgt die Vorwärmtemperatur 120-140℃ und die Reflowtemperatur 210-220℃). Prüfen Sie nach dem Löten, ob die Lötstellen vollständig und brückenfrei sind (dies kann mittels AOI geprüft werden).
- Schaltungsanschluss: Die Verbindung der Schaltkreise wird hauptsächlich durch Löten erreicht. Stellen Sie sicher, dass die Lötstellen glatt und fest sind, ohne kalte Lötstellen oder fehlende Lötstellen. Reinigen Sie die Pads vor dem Löten, um Verunreinigungen wie Oxidschichten zu entfernen. Bewegen Sie die Lötkolbenspitze während des Lötens schnell zwischen dem Pad und dem Stift, um das Lot gleichmäßig auf beiden zu verteilen und eine gute elektrische Verbindung herzustellen.
III. Standards für das Erscheinungsbild
- Gesamterscheinungsbild: Das Gehäuse des Produkts sollte fest installiert sein, ohne nennenswerte Lockerheit oder übermäßig große Lücken. Die Gehäuseoberfläche sollte frei von Kratzern und Dellen sein und eine einheitliche Farbe ohne Ausbleichen oder Verfärbung haben.
- Detail-Aspekte: Alle Schnittstellen sollten sauber und dicht sein, ohne Lockerheit oder schlechte Kontaktmöglichkeiten. Bei Produkten mit Kontrollleuchten ist zu prüfen, ob die Kontrollleuchten normal leuchten können und ob die Farben korrekt sind. Beschriftungen und Markierungen sollten klar, genau und fest angebracht sein.
IV. Funktionale Leistungsstandards
- Funktionsüberprüfung: Überprüfen Sie jede Funktion einzeln entsprechend den Konstruktionsanforderungen des Produkts. Prüfen Sie zum Beispiel bei einem einfachen elektronischen Taschenrechner, ob die Operationen Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division korrekt ausgeführt werden. Bei einem elektronischen Produkt mit einem Bildschirm prüfen Sie, ob der Bildschirm Informationen normal anzeigen kann und ob der angezeigte Inhalt klar und vollständig ist.
- Prüfung von Leistungsindikatoren: Messen Sie Parameter wie Spannung, Strom und Leistung, um sicherzustellen, dass sie innerhalb der angegebenen Bereiche liegen. Messen Sie z. B. bei einem Ladegerät, ob die Ausgangsspannung und der Strom den auf dem Produkt angegebenen Spezifikationen entsprechen. Bei elektronischen Produkten mit Signalverarbeitungsfunktionen sollten Sie auch Indikatoren wie Signalstärke, Frequenz und Verzerrung prüfen.
V. Zuverlässigkeits- und Sicherheitsstandards
- Zuverlässigkeitsprüfung: Dazu gehören Hoch- und Tieftemperaturtests, Feuchtigkeitszyklustests, Vibrationstests, Schocktests und Alterungstests, um die langfristige Betriebsfähigkeit des Produkts unter verschiedenen Umweltbedingungen zu bewerten.
- Sicherheitsprüfung: Der Schwerpunkt liegt auf der elektrischen Sicherheit des Produkts, z. B. Isolationswiderstand, Durchschlagfestigkeit, Ableitstrom und Erdungswiderstand, um sicherzustellen, dass das Produkt bei normalem Gebrauch und unter Fehlerbedingungen keine elektrischen Schläge, Brände oder andere Sicherheitsrisiken für die Benutzer verursacht. Darüber hinaus kann auch eine Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) erforderlich sein, um sicherzustellen, dass das Produkt andere Geräte nicht stört und nicht anfällig für Störungen durch andere Geräte ist.
VI. Umwelt- und Sicherheitsspezifikationen
- Umweltkontrolle: Die Temperatur in der Montagewerkstatt sollte 20-25℃ betragen, und die Luftfeuchtigkeit sollte 40%-60% betragen. Die Luftfeuchtigkeit in der SMT-Werkstatt sollte ≥45% sein, um Risse in der Lotpaste zu vermeiden. Die Sauberkeit der Werkstatt sollte ISO-Klasse 8 erreichen (Partikelzahl ≤ eine bestimmte Anzahl/m³), und die Luftfilter sollten regelmäßig ausgetauscht werden, um zu verhindern, dass Staub Kurzschlüsse verursacht.
- Elektrostatischer Schutz und Sicherheit: Der Werkstattboden sollte mit einem antistatischen Bodenbelag versehen und die Oberfläche der Werkbank geerdet sein. Die Mitarbeiter sollten vor dem Betreten der Werkstatt einen Elektrostatik-Test (Elektrostatik des menschlichen Körpers ≤ 100 V) bestehen. Der Lötbereich sollte mit einer Rauchabzugsanlage (Luftgeschwindigkeit ≥ 0,5 m/s) ausgestattet sein, um das Einatmen von Lötdämpfen zu verhindern. Das Personal sollte vor der Bedienung der Geräte geschult werden, und es ist strengstens untersagt, bei der Bedienung schnell rotierender Geräte (z. B. Bleischneidemaschinen) Handschuhe zu tragen.


